PremiumCamps
Cindy Jánoki · Geschäftsstelle Premium Camps e.V.
Premium-Portal für Camping
Zwanzig inhabergeführte Plätze in 18 Regionen. Ein Auftritt, keine Provision.
Zwanzig inhabergeführte Campingplätze, achtzehn Regionen, ein Verein. Das Portal bündelt die Sichtbarkeit, gebucht wird direkt beim Platz, ganz ohne Provision.

Deutschlandweit · Geschäftsstelle Schwerin
Verband & Organisation
Jedes Detail
hat einen Grund.
Portal ohne Buchungsstrecke: keine Provision, jede Anfrage geht an den Betrieb
Ausstattungsmatrix in sechs Kategorien, für alle zwanzig Plätze gleich aufgebaut
Barrierefreiheit ohne Overlay-Widget, vor jeder Veröffentlichung maschinell geprüft
Das gedruckte 56-Seiten-Prospekt blättert im Browser, ohne 14-MB-Download
Vorteilskarte und Gutschein mit eigenen Seiten statt als Fußnote im Fließtext
Redaktionsmodell für zwanzig Betriebe: Fehlendes wird weggelassen statt leer angezeigt
Wer PremiumCamps ist
Zwanzig Campingplätze in achtzehn Urlaubsregionen, getragen vom Premium Camps e.V. Der Verein ist keine Kette. Es gibt keine Zentrale, die Preise vorgibt, und kein Sanitärgebäude von der Stange. Zwanzig eigenständige Betriebe haben sich auf gemeinsame Standards geeinigt und bleiben ansonsten, was sie sind.
Die Standards sind konkret. Die Inhaberinnen und Inhaber sind vor Ort, nicht in einer Verwaltung zwei Bundesländer weiter. Kein Platz hat mehr als 400 Stellplätze. Gastronomie gibt es überall am Platz oder in Gehweite. Neun Betriebe sind über ECOCAMPING zertifiziert, vier zusätzlich über ServiceQ, achtzehn bringen morgens Brötchen.

Die Ausgangslage
Im Oktober 2025 kam der Verein auf uns zu.
Die bestehende Seite stammte technisch aus einer anderen Zeit. Im Quelltext lagen noch Kompatibilitätsskripte für Browser, die seit über zehn Jahren niemand mehr ausliefert. Die zwanzig Plätze standen als Kachelgalerie nebeneinander, jeweils mit Region und einem Link dahinter. Wer wissen wollte, welcher Platz ganzjährig öffnet, am Wasser liegt und ein barrierefreies Bad hat, musste zwanzig Betriebswebsites einzeln durchgehen. Auf dem Telefon war das mühsam, und eine Barrierefreiheitserklärung gab es nicht.
Vor der Technik stand allerdings eine andere Frage, nämlich was so ein Portal für einen Verein überhaupt leisten soll.
Ein Portal ohne Buchungsstrecke
Für einen Zusammenschluss von zwanzig Betrieben liegt ein Buchungsportal nahe. Verfügbarkeiten zusammenführen, Provision nehmen, fertig. Wir haben uns mit dem Vorstand dagegen entschieden.
Auf jeder Platzseite steht deshalb ein Satz, den man auf einem Portal selten liest: „Gebucht wird direkt beim Platz. Wir vermitteln keine Aufenthalte." Gäste finden dort Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Website des Betriebs und gehen dann dorthin. Damit fällt die Provision weg, die sonst aus der Marge der Betriebe bezahlt wird. Und der Verein tritt seinen eigenen Mitgliedern nicht als Wettbewerber um dieselbe Buchung gegenüber.
Jede Seite verfolgt seitdem genau ein Ziel, und das Ziel liegt außerhalb der Seite. Kontaktdaten stehen oben statt unten. Der Link zur Betriebswebsite ist der auffälligste Knopf. Zwischen Interesse und Anruf haben wir nichts eingebaut, was den Gast noch etwas länger festhält.

Was wir gebaut haben
Ein Datenmodell für zwanzig Betriebe
Zwanzig Campingplätze beschreiben sich unterschiedlich. Der eine nennt es Mietbad, der nächste Familienbad, der dritte Komfortsanitär. In den Prospekttexten der Betriebe ist das Charakter. Sobald man vergleichen will, steht man vor einem Datenproblem.
Wir haben deshalb eine gemeinsame Ausstattungsmatrix gebaut: sechs Kategorien von Platzdetails über Sanitär und Gastronomie bis Freizeit und Wellness, in denen jedes Merkmal für alle zwanzig Plätze dasselbe bedeutet. Dazu kommen Saisonzeitraum, Rezeptionszeiten, Adresse mit Geokoordinaten, die Auszeichnungen des Platzes und die Gastgeberinnen und Gastgeber mit Namen. Die Beschreibungstexte stammen weiterhin von den Betrieben selbst.

Aus dieser Struktur fällt einiges von selbst heraus. Die Merkmale „Am Wasser", „Wellness", „Familien" und „Ganzjährig" auf den Übersichtskarten. Die Empfehlung ähnlicher Plätze am Ende jeder Detailseite. Und überhaupt die Möglichkeit, einen Platz nach etwas anderem als seinem Namen zu finden.

Die Karte
Zwanzig Plätze in achtzehn Regionen sind als Liste schwer zu überblicken und als Karte sofort klar. Auf der Startseite und auf der Übersichtsseite liegt deshalb eine Deutschlandkarte mit einem Punkt je Platz. Wer über ein Platzlogo in der Liste daneben fährt, sieht den Standort aufleuchten. Wer über einen Punkt fährt, liest den Namen. Beides funktioniert auch mit der Tastatur.

Barrierefreiheit
Overlay-Skripte, die ein Zahnrad in die Ecke setzen und der Seite von außen einen Kontrastmodus verpassen, kamen für uns nicht infrage. Die Seite funktioniert ohne Hilfsmittel: Tastaturbedienung durchgehend, sichtbarer Fokus auf jedem Bedienelement, saubere Überschriftenhierarchie, Alternativtexte auf Inhaltsbildern, und keine Bewegung, sobald das Betriebssystem das signalisiert.
Vor der Veröffentlichung wird jede Seite maschinell gegen die WCAG 2.1 und 2.2 auf Stufe AA geprüft. Farbkontraste, Größe der Bedienflächen, und ob bei doppelter Schriftgröße noch alles ins Fenster passt. Ein Detail, das im Deutschen mehr ausmacht als man denkt: Lange Komposita werden getrennt statt über den Rand geschoben. „Wohnmobilstellplatz" sprengt sonst jede schmale Spalte.
Zusätzlich gibt es unten rechts ein Anzeige-Panel für Schriftgröße, Kontrast, Bewegung und dauerhaft unterstrichene Links, dessen Einstellung auf dem Gerät des Gastes gespeichert bleibt. In der Barrierefreiheitserklärung steht außerdem, was noch fehlt: Die Platztexte kommen von den Betrieben, sind teilweise lang und gehoben formuliert, und eine Fassung in einfacher Sprache gibt es bisher nicht. Auch dass das PDF-Prospekt nicht barrierefrei aufbereitet ist, steht dort, zusammen mit dem Angebot, die Inhalte auf anderem Weg zu schicken.
Das Prospekt im Browser
Das gedruckte PremiumCamps-Heft hat 56 Seiten, jeder Platz eine Doppelseite, die Vorteilskarte zum Heraustrennen. Als PDF sind das rund 14 Megabyte. Auf einem Telefon mit schwachem Empfang ist das keine gute Idee.
Wir haben das Heft deshalb im Browser blätterbar gemacht. Umblättern per Knopf, Wischen auf dem Telefon, Vollbild mit Pfeiltasten, einzelne Seiten zum Vergrößern. Darunter steht der Hinweis, dass die Seiten Abbildungen sind und alle Angaben als lesbarer Text auf den Platzseiten stehen, dort ohnehin aktueller als im Druck. Wer das Heft gedruckt haben möchte, fordert es bei der Geschäftsstelle an. Wer lieber das PDF nimmt, bekommt es.

Vorteilskarte und Gutschein
Zwei Programme des Vereins waren vorher Fußnoten im Fließtext. Beide haben jetzt ihre eigene Seite.
Die Vorteilskarte ist ein Stempelheft mit achtzehn Feldern. Ein Stempel je neu besuchtem Platz, bei fünf Stempeln eine Freinacht, bei zehn zwei, bei voller Karte vierzehn, und bis zu drei Jahre Zeit zum Sammeln. Auf der Seite ist die Karte als Karte dargestellt, mit den drei Stufen und einem Formular zum Anfordern. Auch das Kleingedruckte steht dort, weil die Rezeptionen es täglich brauchen: dass ältere Karten mit vierzehn, sechzehn oder siebzehn Feldern gültig bleiben, und dass Gutschein und Stempel sich für denselben Aufenthalt ausschließen.

Der Gutschein läuft über die Bestellstrecke eines Dienstleisters. Solche Strecken laden normalerweise mit, sobald jemand die Seite öffnet, unabhängig davon ob er sie nutzt. Wir haben sie hinter einen Klick gelegt und schreiben das auch hin: Solange Sie nicht klicken, besteht keine Verbindung.

Tempo
Campingplätze werden unterwegs gesucht. Auf dem Rastplatz, auf der Fähre, abends im Wohnwagen mit einem Balken Empfang. Die Bilder liegen deshalb als WebP vor und werden in der Größe ausgeliefert, die das Gerät tatsächlich anfordert. Schriften und das Bild oben auf der Seite werden vorgeladen. Die Seiten sind vorgerendert und erneuern sich im Hintergrund, statt bei jedem Aufruf neu berechnet zu werden.

Zwanzig Betriebe, ein Datenstand
Der aufwendigste Teil stand in keinem Pflichtenheft. Zwanzig Betriebe haben zwanzig Vorstellungen davon, was auf ihrer Seite stehen soll, zwanzig Fotobestände in sehr unterschiedlicher Qualität und zwanzig Terminkalender, die in der Saison keine Rücksprachen vorsehen. An der Technik scheitern Verbundprojekte selten, eher daran, dass die Daten nie vollständig werden.
Wir haben die Erfassung deshalb in Etappen angelegt. Was fehlt, wird weggelassen statt leer angezeigt. Nachgeliefertes lässt sich einzeln einpflegen, ohne den Rest anzufassen. Und die Betriebstexte bleiben die der Betriebe, auch wenn ein Lektor an mancher Stelle etwas anderes vorgeschlagen hätte.

Was sich verändert hat
Aus einer Seite mit einer Kachelgalerie sind dreißig einzeln auffindbare Seiten geworden. Je eine pro Platz, dazu die Übersicht, die Vereinsseiten und die beiden Programme. Jeder Platz ist damit über seinen Namen, seine Region und seine Ausstattung erreichbar statt nur über die Startseite des Verbunds. Der Verein selbst ist als Organisation strukturiert ausgezeichnet, damit Suchmaschinen Träger, Anschrift und Kontakt richtig zuordnen.
Wichtiger als diese Zahl ist, dass die zwanzig Betriebe jetzt gemeinsam auftreten, ohne dass einer von ihnen zur Filiale geworden wäre. Das war die Bedingung, unter der ein Verein wie dieser überhaupt ein Portal betreiben kann.

„Wir sind zwanzig eigenständige Betriebe, und genau so sollten wir auch online aussehen. Am wichtigsten war uns, dass die Gäste am Ende beim Platz landen und nicht in einem Buchungsportal hängen bleiben. Für die Geschäftsstelle hat sich außerdem der Alltag verändert: Vorteilskarte, Gutschein und Prospekt beantworten sich inzwischen weitgehend selbst." — Cindy Jánoki, Geschäftsstelle Premium Camps e.V.
Wie wir mit einem Verband arbeiten
Ein Verband ist kein Betrieb mit einem Entscheider. Es gibt einen Vorstand, eine Geschäftsstelle und zwanzig Mitglieder, die alle ein berechtigtes Interesse daran haben, wie ihr Platz dargestellt wird. Das braucht weniger Kreativvorschläge und mehr Entscheidungsvorlagen. Fragen so aufbereiten, dass sie in einer Sitzung beantwortbar sind. Alternativen benennen und dazusagen, was welche Variante bedeutet. Und die getroffene Entscheidung dann umsetzen, statt sie beim nächsten Termin wieder aufzumachen.
Dazu kommt Branchenwissen. Wir arbeiten seit Jahren fast nur für Tourismus- und Campingbetriebe. Was eine Saisonangabe im April bedeutet, warum die Frage nach Dauerstellplätzen politisch ist, weshalb Direktbuchung für einen Campingplatz existenziell und nicht nur angenehm ist: Das mussten wir uns nicht erklären lassen.

Was wir gelernt haben
Über Gestaltung wird in solchen Projekten viel geredet. Entschieden wird an der Frage, wem die gemeinsame Seite gehört, und die beantwortet man strukturell. Hier war die Antwort früh klar: Sie gehört den Betrieben. Alles Weitere ließ sich daraus ableiten, bis hin zu der Stelle, an der ein Portal normalerweise Geld verdient.
Barrierefreiheit ist außerdem billiger, wenn man sie einbaut, statt sie nachzurüsten, und glaubwürdiger, wenn die Lücken mit in der Erklärung stehen. Und bei einem Camping-Projekt ist der Gast mit einem Balken Empfang im Wohnwagen der Regelfall. Danach richtet sich die Technik.
Projektsteckbrief
Kunde
PremiumCamps
Inhabende
Cindy Jánoki · Geschäftsstelle Premium Camps e.V.
Standort
Deutschlandweit · Geschäftsstelle Schwerin
Branche
Verband & Organisation
Einheit
20 Mitgliedsbetriebe · 18 Urlaubsregionen
Schwerpunkt
Webdesign & Entwicklung
Launch
September 2026
Laufzeit
Laufende Zusammenarbeit seit Oktober 2025
Website ansehen
Ähnliches Projekt?
Kostenloses Erstgespräch
Was unsere Ansprechperson sagt.
„Wir sind zwanzig eigenständige Betriebe, und genau so sollten wir auch online aussehen. Am wichtigsten war uns, dass die Gäste am Ende beim Platz landen und nicht in einem Buchungsportal hängen bleiben. Für die Geschäftsstelle hat sich außerdem der Alltag verändert: Vorteilskarte, Gutschein und Prospekt beantworten sich inzwischen weitgehend selbst."
Cindy Jánoki
Geschäftsstelle Premium Camps e.V.
Die fertige Website —
direkt ansehen.
Screenshot der fertigen Website. Klick öffnet die echte Seite.

Screenshots &
Projektbilder.








Fragen zum
Projekt.
Lohnt sich ein gemeinsames Portal für einen Zusammenschluss von Campingplätzen?
Ja, wenn vorher geklärt ist, wem es gehört. Ein Portal, das Buchungen an sich zieht und dafür Provision nimmt, wird für seine Mitglieder schnell zum Wettbewerber um die eigene Buchung. Bei PremiumCamps läuft es andersherum: Das Portal bündelt Auffindbarkeit, Qualitätsversprechen und die gemeinsamen Programme und gibt den Gast dann an den Betrieb ab. Der Nutzen für die Mitglieder liegt in der Reichweite, die ein einzelner Platz allein nicht aufbaut.
Warum verzichtet ein Camping-Portal freiwillig auf eine Buchungsfunktion?
Weil Direktbuchung für einen Campingplatz kein Komfortthema ist, sondern eine Margenfrage. Jede Buchung über einen Dritten kostet Provision und trennt den Betrieb vom Gastkontakt. Bei Stammgästen, die seit Jahren denselben Platz ansteuern, wird das besonders teuer. Der Premium Camps e.V. vertritt seine Mitglieder und nicht deren Vermittler. Also steht auf jeder Platzseite die Telefonnummer des Betriebs, zusammen mit dem Hinweis, dass hier nicht vermittelt wird.
Wie bekommt man zwanzig eigenständige Betriebe unter einen digitalen Hut?
Indem man trennt, was vereinheitlicht werden muss und was nicht. Vereinheitlicht haben wir die Struktur: eine Ausstattungsmatrix, in der jedes Merkmal für alle Plätze dasselbe bedeutet, dazu Saison, Kontakt, Lage und Auszeichnungen in identischer Form. Die Beschreibungstexte dagegen stammen von den Betrieben und sind mit ihnen abgestimmt. Vergleichbarkeit entsteht über die Struktur. Den Charakter tragen die Texte, und die haben wir bewusst nicht angeglichen.
Was kostet Barrierefreiheit bei einem Tourismusprojekt?
Deutlich weniger, wenn sie von Anfang an mitgebaut wird. Tastaturbedienbarkeit, sichtbarer Fokus, saubere Überschriftenhierarchie, ausreichende Kontraste und Alternativtexte kosten während der Entwicklung kaum Zusatzaufwand. Nachträglich sind es oft Wochen. Teurer wird es vor allem dann, wenn man es über ein Overlay-Werkzeug löst: Das verursacht laufende Kosten und behebt die eigentlichen Probleme trotzdem nicht. Bei PremiumCamps wird jede Seite vor der Veröffentlichung maschinell gegen WCAG 2.1 und 2.2 auf Stufe AA geprüft, und was noch nicht barrierefrei ist, steht in der Erklärung.
Muss ein gedrucktes Prospekt im Zeitalter der Website noch sein?
Im Camping ja. Das Heft liegt an der Rezeption, wandert ins Wohnmobil und wird dort gelesen, wo kein Netz ist. Die Vorteilskarte zum Heraustrennen funktioniert ohnehin nur auf Papier. Die Frage ist weniger Print oder digital, sondern ob beide Wege denselben Stand zeigen. Wir haben das Heft deshalb im Browser blätterbar gemacht und dazugeschrieben, dass die Platzseiten aktueller sind als der Druck. Wer das gedruckte Exemplar möchte, fordert es bei der Geschäftsstelle an.
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