Inselcamp Rügen
Rixa & Norbert Engel · Inhaber Inselcamp Rügen
+20 %
Auslastung im ersten Jahr nach Relaunch und Marketing-Start, gegenüber dem Vorjahr
Familiengeführter Naturcampingplatz am Bodden auf Rügen. Website nach dem Rebranding, neues Buchungssystem, drei Sprachen und laufendes Marketing. Ergebnis: +20 % Auslastung im ersten Jahr.

Banzelvitz · Großer Jasmunder Bodden, Insel Rügen
Naturcamping
Jedes Detail
hat einen Grund.
Einstieg über die Unterkunftsart statt über die Menüstruktur: Stellplatz, Ferienhaus und Schlaf-Fass gleichberechtigt
Einführung des Buchungs- und Verwaltungssystems begleitet, von der Auswahl bis in die zweite Saison
Preismatrix aus sechs Kategorien und drei Saisonstufen lesbar auf der Seite statt im PDF
Zoombarer Platzplan: Orientierung schon vor der Anreise, Entlastung für die Rezeption
Drei Sprachen mit eigenen URLs und sauberer Auszeichnung statt Übersetzungs-Widget
Digitalisierung im Tempo des Betriebs: ein Schritt, ankommen lassen, nächster Schritt
Was Inselcamp Rügen ist
Ein Campingplatz im Pinienwald, direkt am Großen Jasmunder Bodden. Familiengeführt von Rixa und Norbert Engel, einem Paar mit einer klaren Haltung: naturnah, tierfreundlich, im Einklang mit dem Ort. Die Natur wird hier nicht dekoriert, sie wird in Ruhe gelassen.
Auf dem Gelände findet sich alles, was Camping heute bedeuten kann. Stellplätze für Zelt, Caravan und Wohnmobil, eingebettet in alten Baumbestand, dazu eine eigene Waldwiese für Radreisende. Ferienhäuser für alle, die ein festes Dach bevorzugen. Und Schlaf-Fässer, in denen man auf acht Quadratmetern erstaunlich gut aufwacht. Ponys, Alpakas, Ziegen und Kaninchen gehören genauso zum Platz wie der Hundespielplatz mit eigenem Agility-Parcours. Jeder Platz ist individuell, nichts wirkt nach Schablone.

Der Ausgangspunkt
Im Januar 2025 begann unsere Zusammenarbeit. Das Inselcamp hatte zu diesem Zeitpunkt gerade ein komplettes Rebranding abgeschlossen: neues Logo, neue Farbwelt, neue Tonalität. Was fehlte, war der Ort, an dem diese neue Marke tatsächlich stattfindet. Die Website hing hinterher. Sie zeigte einen Betrieb, den es so nicht mehr gab.
Dazu kam eine zweite Baustelle, die von außen niemand sieht: die Verwaltung. Belegung, Kategorien, Saisonpreise und Anfragen liefen oft nebeneinander her statt ineinander. Ein Rebranding löst so etwas nicht. Es macht nur sichtbarer, dass der Unterbau nicht mitgewachsen ist.
Wir wurden für beides dazugeholt, als Begleitung über die Saisons hinweg und ohne festen Abnahmetermin.
Die Website: aus dem neuen Erscheinungsbild wird ein Ort
Wir haben die neue Corporate Identity nicht einfach über die alte Seite gelegt. Wir haben die Seite von der Gästefrage her neu gebaut. Die erste Entscheidung auf inselcamp-ruegen.de lautet deshalb „Wie will ich eigentlich übernachten?" und nicht „Welches Menü klicke ich an?".

Drei Wege auf den Platz
Stellplatz, Ferienhaus, Schlaf-Fass. Diese drei Wege stehen gleichberechtigt nebeneinander, jeder mit eigener Seite, eigenen Bildern und eigener Ansprache. Das klingt banal, ist aber der Punkt, an dem viele Campingseiten Gäste verlieren: Wer ein Ferienhaus sucht und in einer Stellplatzliste landet, klickt weiter. Die Sortierung nach Unterkunftsart nimmt diese Reibung heraus, bevor sie entsteht.
Das Schlaf-Fass bekommt eine eigene Bühne
Schlaf-Fässer sind ein Markenzeichen des Platzes. Das Holz, die runde Form, die Sprossenfenster: Wer eines einmal gesehen hat, vergisst es nicht. Genau deshalb hat es eine eigene Seite bekommen statt eines Absatzes auf einer Sammelseite. In der Praxis ist das Fass für einen erheblichen Teil der Gäste der erste Berührungspunkt mit dem Inselcamp überhaupt: Man kommt wegen des Fasses und bleibt wegen des Platzes.

Preise, die keine Rückfrage auslösen
Sechs Stellplatzkategorien vom Standardplatz bis zum Premiumplatz XL im Küstenbereich, dazu die Waldwiese für Radreisende, das Ganze über drei Saisonstufen. Diese Matrix ist der Punkt, an dem Campingplätze gern in ein PDF flüchten. Wir haben sie stattdessen als lesbare Tabelle direkt auf die Seite gestellt, inklusive der Zuschlagsregel für Kurzaufenthalte. Was jede Kategorie enthält (Strom, Wasser, WLAN, Duschen), steht in derselben Zeile. Ein Preis, den man ohne Anruf versteht, spart der Rezeption jeden Tag Anfragen.
Der Platzplan als Orientierung vor der Anreise
Der Lageplan liegt zoombar auf der Seite: jede Kategorie farbig unterschieden, dazu Sanitärgebäude, Camperküche, Rezeption, Spielplatz, Streichelzoo und der Weg zum Wasser. Gäste schauen sich das an, bevor sie buchen, und wissen bei der Anreise, wo sie hinmüssen. Hier entlastet eine gute Website den Betrieb am Platz spürbar.
Das Buchungs- und Verwaltungssystem
Parallel zur Website haben wir die Einführung eines neuen Property-Management-Systems begleitet. Das ist der Teil des Projekts, der auf keiner Referenzseite hübsch aussieht und trotzdem der folgenreichste ist: Ein PMS bestimmt, wie ein Betrieb arbeitet. Es legt fest, wie Belegung geführt wird, wie Kategorien und Saisonpreise hinterlegt sind, wie eine Anfrage zur Buchung wird und was danach automatisch passiert.
Software verkauft haben wir dabei nicht. Wir haben bei der Auswahl beraten, die Struktur des Platzes im System abgebildet, die Preis- und Saisonlogik übersetzt und dafür gesorgt, dass Website und System nicht zwei getrennte Welten bleiben. Die Buchungsstrecke liegt heute eingebettet auf inselcamp-ruegen.de, nicht auf einer fremden Domain, auf der die Marke plötzlich aufhört.
Und wir sind dabeigeblieben. Ein PMS ist nach dem Go-live nicht fertig, es ist dann erst ausgepackt. Jede Saison bringt Fälle, die vorher niemand bedacht hat. Dafür braucht es kein Handbuch, sondern jemanden, der ans Telefon geht.
Drei Sprachen, sauber getrennt
Rügen wird international besucht. Die Seite gibt es deshalb auf Deutsch, Englisch und Niederländisch, jeweils mit eigenen URLs und sauber ausgezeichneten Sprachvarianten, damit Suchmaschinen die richtige Fassung ausspielen. Statt eines Übersetzungs-Widgets, das den Text im Browser durcheinanderwirft, gibt es gepflegte Inhalte je Sprache. Für einen Betrieb dieser Größe ist das eine bewusste Entscheidung gegen die bequeme Lösung.

Zugänglich und datensparsam
Die Seite hat eine Barrierefreiheitserklärung und eine Bedienhilfe, über die sich Kontrast und Darstellung anpassen lassen. Das hat einen praktischen Grund: Campinggäste sind quer durch alle Altersgruppen unterwegs, und ein Teil von ihnen liest Preistabellen nicht mit dem Auge eines Dreißigjährigen.
Beim Datenschutz haben wir uns gegen den üblichen Ja-Knopf entschieden. Der Cookie-Dialog trennt notwendige Funktionen, Statistik und externe Inhalte voneinander, erklärt in einem Satz, was jeweils passiert, und lässt sich jederzeit widerrufen. Ohne Zustimmung erscheint statt der Google-Karte ein Platzhalter. Ein Betrieb, der sich Nachhaltigkeit auf die Fahne schreibt, sollte auch mit Gästedaten sparsam umgehen.
Online-Marketing: gefunden werden, ohne laut zu sein
Nach dem Relaunch haben wir das Online-Marketing übernommen. Der Wettbewerb auf Rügen besteht aus großen Resortanlagen mit Poollandschaft und Animationsprogramm. Dagegen anzuschreien wäre teuer und falsch. Das Inselcamp gewinnt über Passung: Wer Wald, Wasser und Tiere sucht, soll den Platz finden; wer eine Wasserrutsche sucht, muss es nicht.
Entsprechend arbeiten wir an Sichtbarkeit für naturnahes Camping statt an Reichweite um jeden Preis, und legen den Schwerpunkt auf die Rand- und Nebenzeiten. Die Hochsaison füllt sich ohnehin. Interessant sind Mai, September und Oktober. Dort entscheidet sich, ob eine Saison gut oder sehr gut war.

Digitalberatung: das lange Spiel
Der Teil unserer Arbeit, der sich am schwersten in eine Leistungsliste schreiben lässt, ist der laufende Austausch. Rixa und Norbert wollen mit der Zeit gehen, aber nicht jeder Trend verdient eine Reaktion. Unsere Aufgabe ist oft, von Dingen abzuraten: Nicht jedes Tool muss eingeführt, nicht jeder Kanal bespielt werden. Ein familiengeführter Platz hat kein Digitalteam. Er hat zwei Menschen, die abends auch mal fertig sein wollen.
Deshalb läuft die Digitalisierung hier im Tempo des Betriebs. Ein Schritt, ankommen lassen, nächster Schritt. Das dauert länger, hält dafür.
Was sich verändert hat
Die Auslastung im ersten Jahr nach Relaunch und Marketing-Start lag rund 20 Prozent über dem Vorjahr. In der Campingbranche kommt eine solche Größenordnung selten aus einer einzelnen Maßnahme. Sie ist die Summe vieler kleiner Entscheidungen: bessere Sichtbarkeit, klarere Struktur, verständliche Preise, ein Buchungsweg ohne Bruch und eine Bildsprache, die zeigt, was Gäste tatsächlich vorfinden.
Genauso wichtig, aber schwerer zu messen: Der Betrieb verbringt weniger Zeit damit, am Telefon zu erklären, was auf der Website hätte stehen können.

„Wir hatten eine klare Idee für unseren Naturcampingplatz, brauchten aber jemanden, der das Konzept digital genauso ernst nimmt wie wir auf dem Platz. Kogge berät, baut und begleitet uns heute eng bei der Kundengewinnung. Persönlich, mitdenkend, immer ansprechbar." (Rixa & Norbert Engel, Inhaber Inselcamp Rügen)
Warum die Zusammenarbeit funktioniert
Rügen ist nicht Berlin, und Camping ist nicht E-Commerce. Wer für einen familiengeführten Naturplatz Marketing macht, muss wissen, wie die Branche atmet: welche Saisonalitäten greifen, wie lange der Buchungsvorlauf ist, welche Portale für naturnahes Camping etwas bringen und welche nur Provision kosten. Wir sind auf Tourismus spezialisiert. Das merkt man vor allem daran, was nicht passiert: Es gibt keine Grundlagenschulungen und keine Konzepte, die an der Realität eines Saisonbetriebs vorbeigehen.
Dazu kommt etwas, das sich nicht ausschreiben lässt: Vertrauen. Nach anderthalb Jahren rufen Rixa und Norbert an, um eine Frage zu stellen, nicht um ein Angebot einzuholen. Auf dieser Grundlage entstehen die guten Entscheidungen.
Was dieses Projekt zeigt
Ein Rebranding steht und fällt mit seiner Umsetzung. Eine neue Marke auf Briefpapier nützt wenig, wenn Website und Buchungsweg noch nach dem alten Betrieb aussehen. Umgekehrt nützt eine schöne Website wenig, wenn dahinter kein System steht, das die Buchung sauber verarbeitet.
Beim Inselcamp Rügen durften wir beides zusammen angehen: Außenauftritt und Unterbau, über mehrere Saisons, ohne Enddatum. Herausgekommen ist eine Plattform, die zum Platz passt, ohne laut zu sein.
Projektsteckbrief
Kunde
Inselcamp Rügen
Inhabende
Rixa & Norbert Engel · Inhaber Inselcamp Rügen
Standort
Banzelvitz · Großer Jasmunder Bodden, Insel Rügen
Branche
Naturcamping
Einheit
Stellplätze · Ferienhäuser · Schlaf-Fässer
Schwerpunkt
Website-Relaunch nach Rebranding
Launch
Januar 2025
Laufzeit
Laufende Zusammenarbeit seit Januar 2025
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Was unsere Ansprechperson sagt.

„Wir hatten eine klare Idee für unseren Naturcampingplatz, brauchten aber jemanden, der das Konzept digital genauso ernst nimmt wie wir auf dem Platz. Kogge berät, baut und begleitet uns heute eng bei der Kundengewinnung. Persönlich, mitdenkend, immer ansprechbar."
Rixa & Norbert Engel
Inhaber, Inselcamp Rügen
Die fertige Website,
direkt ansehen.
Screenshot der fertigen Website. Klick öffnet die echte Seite.

Screenshots &
Projektbilder.






Fragen zum
Projekt.
Wie überträgt man ein frisches Rebranding auf eine Website, ohne den Charakter des Betriebs zu verlieren?
Indem man das Rebranding als Identitätsfrage versteht und nicht bloß als Designauftrag. Beim Inselcamp Rügen haben wir zuerst zugehört: Was bedeutet die neue Marke für den Alltag auf dem Platz? Was darf laut werden, was bleibt leise? Welche Inhalte tragen die neue Identität, welche müssen neu geschrieben werden? Herausgekommen ist eine Website, die sich anfühlt, als wäre die neue Identität immer schon dagewesen.
Warum begleitet eine Digitalagentur die Einführung eines PMS? Ist das nicht Sache des Softwareanbieters?
Der Anbieter liefert das System, nicht die Übersetzung in den Betrieb. Genau dort entstehen die Probleme: Wie bildet man sechs Platzkategorien und drei Saisonstufen sauber ab? Was passiert nach einer Anfrage automatisch, was bleibt Handarbeit? Wie greifen Website und System ineinander, ohne dass Gäste auf einer fremden Domain landen? Wir sitzen zwischen Betrieb und Software und sorgen dafür, dass am Ende die Abläufe passen, auch noch in der zweiten Saison, wenn die ersten Sonderfälle auftauchen.
Lohnt sich Mehrsprachigkeit für einen einzelnen Campingplatz?
Auf Rügen ja. Die Insel zieht Gäste aus den Niederlanden und Skandinavien, und eine rein deutsche Website lässt diesen Teil des Publikums an der Tür stehen. Wichtig ist die Umsetzung: eigene URLs und gepflegte Inhalte je Sprache statt eines Übersetzungs-Widgets, das Suchmaschinen ignorieren. Bei überschaubarer Platzzahl rechnet sich das schnell, dafür braucht es nicht viele zusätzliche Buchungen pro Saison.
Was unterscheidet eine Tourismus-Agentur von einer Standard-Webagentur?
Branchenwissen, und das erkennt man vor allem daran, was nicht passiert. Wir erklären keine Saisonalitäten, wir rechnen mit ihnen. Wir wissen, wie lang der Buchungsvorlauf im Camping ist, welche Portale für naturnahe Plätze etwas bringen und welche nur Provision kosten, und wie viel eine Auslastungssteigerung von zwanzig Prozent für einen Saisonbetrieb tatsächlich bedeutet. Das spart auf beiden Seiten die Zeit, die sonst für Grundlagen draufgeht.
Wie schnell muss ein familiengeführter Betrieb digitalisieren?
Langsamer, als die meisten Ratgeber behaupten. Ein familiengeführter Platz hat kein Digitalteam, sondern Menschen, die tagsüber am Platz gebraucht werden. Wer dort fünf Systeme gleichzeitig einführt, hat am Ende fünf halb genutzte Systeme. Beim Inselcamp gehen wir Schritt für Schritt vor: erst die Website, dann das Buchungssystem, dann das Marketing, jeweils mit genug Zeit, bis der Schritt im Alltag angekommen ist. Ein wesentlicher Teil unserer Beratung besteht darin, von Dingen abzuraten.
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Von der Ems bis Rügen, von Kiel bis Göttingen
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