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SEO & GEO

Website übersetzen: Warum du im Ausland unsichtbar bist

Viele Agenturen bauen nur ein kostenloses Widget ein, das die Seite im Browser übersetzt. Für Google existieren diese Seiten nicht, deshalb findet dich im Ausland niemand. Was eine gute Umsetzung braucht und woran du sie erkennst.

Kogge Digitalagentur··9 min Lesezeit
Grafik: Dänische Google-Suche nach einem Campingplatz an der Ostsee. Zwei Ergebnisse sind sichtbar, deinbetrieb.de erscheint nur als unsichtbare, gestrichelte Karte. Dahinter die Website mit Sprachfahnen.
Das Wichtigste in einer Minute· 57 Sek.

Viele Agenturen lösen das Thema Mehrsprachigkeit mit einem kostenlosen Plugin oder Widget, das die Seite im Browser des Besuchers übersetzt. Für die Agentur ist das bequem und billig, in einer Stunde eingebaut, und auf der Website sieht es nach Fahnenleiste und Mehrsprachigkeit aus. Für deinen Betrieb ist es die schlechtere Lösung, denn die übersetzten Seiten existieren für Google nicht. Sie tauchen in den Suchergebnissen von Aarhus oder Utrecht nie auf, und wer dich dort noch nicht kennt, findet dich auch mit Widget nicht. Dieser Artikel zeigt, was eine gute Umsetzung braucht, woran du erkennst, ob deine Agentur sie liefert, und warum wir dafür auf KI-Übersetzung setzen.

Warum ein Übersetzungs-Widget dich im Ausland unsichtbar lässt

Ein Widget ist ein Knopf oder eine Fahnenleiste, die den Text im Browser des Besuchers austauscht, meist über Google Translate. Deine Seite liegt weiter nur auf Deutsch auf dem Server. Die Übersetzung entsteht erst, wenn ein Besucher schon auf der Seite ist und den Knopf drückt. Es gibt keine dänische Seite, keine niederländische und keine eigene Adresse dafür, alles läuft unter derselben URL.

Vier Schritte: Server liefert die deutsche Seite, Gast klickt die dänische Fahne, Plugin schickt den Text an einen Übersetzer, Gast sieht Dänisch. Google sieht nur Schritt 1.
Das Plugin übersetzt erst im Browser. Google sieht davon nur die deutsche Seite.

Daraus folgt alles Weitere. Google indexiert die deutsche Fassung, und nur die. Titel und Beschreibung in den Suchergebnissen bleiben deutsch, und eine Seite, die es in Dänemark nicht als dänische Seite gibt, wird dort auch nicht ausgespielt. Ein Gast, der auf Dänisch nach einem Campingplatz, einem Hotel mit Halbpension oder einem Restaurant für den Abend sucht, bekommt deine Seite schlicht nicht angezeigt. Er sieht sie erst, wenn er sie schon kennt, und dann braucht er das Widget kaum noch.

Vergleich: Mit Plugin findet Google nur die deutsche Seite, mit eigenen Sprachseiten drei Seiten mit eigenen Adressen
Mit Plugin gibt es für Google nur eine Seite. Mit eigenen Sprachseiten findet Google jede Sprache.

Das ist selten böser Wille. Das Widget ist der einfachste Weg, und aus Sicht der Agentur steht danach "mehrsprachig" im Angebot. Dass der Betrieb davon im Ausland nichts merkt, fällt erst auf, wenn die Anfragen aus Dänemark ausbleiben und niemand weiß, warum.

Dazu kommt, dass die Übersetzung oberflächlich bleibt. Sie läuft Wort für Wort durch eine Maschine, die weder deinen Betrieb noch deine Gäste kennt. Aus dem "Mittagstisch" wird je nach Laune ein Tisch, an dem zu Mittag gegessen wird, und aus der "Kurtaxe" ein Wort, das ein Gast aus Odense nicht einordnen kann. Was dabei herauskommt, kann dir niemand zusichern und meistens kannst du es nicht einmal lesen. Moderne Browser bieten die Übersetzung außerdem selbst an, Chrome fragt bei fremdsprachigen Seiten von sich aus, Safari und Edge haben eine Übersetzen-Funktion eingebaut. Das Widget liefert deinen Gästen also wenig, was sie nicht ohnehin hätten.

Für Gäste, die schon auf deiner Seite sind, ist das in Ordnung. Als Weg, Gäste aus dem Ausland zu gewinnen, taugt es nicht.

Was eine gute Umsetzung braucht: eigene Seiten pro Sprache

Damit Google und Gäste eine Sprachfassung finden, braucht jede Sprache ihre eigene Adresse und eine Seite, die der Server fertig übersetzt ausliefert. Am einfachsten ist ein Unterordner, also deinbetrieb.de/da/ für Dänisch und deinbetrieb.de/nl/ für Niederländisch. Eine Subdomain wie da.deinbetrieb.de oder eine Länderdomain wie deinbetrieb.dk geht ebenfalls, bedeutet aber mehr Pflege und baut Ansehen jeweils neu auf. Parameter wie ?lang=da sind die schlechtere Wahl, weil Suchmaschinen damit schlecht umgehen.

Vier Varianten für Sprachadressen: Unterordner /da/ empfohlen, Subdomain und Länderdomain möglich, Parameter ?lang=da vermeiden
Am einfachsten ist ein Unterordner pro Sprache.

Du musst das nicht selbst bauen und nicht im Code nachsehen. Zwei Tests reichen, um zu erkennen, ob deine Agentur es richtig gemacht hat. Erstens: Gibt es für jede Sprache eine eigene Adresse wie /da/, die du im Browser aufrufen und per Link weitergeben kannst? Zweitens: Suche bei Google nach deinem Betrieb auf Dänisch, am besten mit dänischer Google-Domain, und schau, ob dort ein dänischer Titel steht. Ist die Antwort zweimal nein, steckt ein Widget dahinter.

Drei Schritte zum Test: Website öffnen, andere Sprache wählen, Adresszeile prüfen. Bleibt die Adresse gleich, ist es ein Plugin. Ändert sie sich auf /da/, sind es eigene Sprachseiten.
Der Test dauert zwei Minuten und braucht keine Technikkenntnisse.

Frag deine Agentur außerdem, ob die folgenden Punkte erledigt sind. Das meiste davon siehst du von außen nicht, eine gute Agentur erledigt es ohne Aufhebens.

hreflang-Verweise. Das sind Angaben im Code, die Google sagen, welche Seite die Fassung für welche Sprache ist. Die deutsche Seite verweist auf die dänische und die niederländische, und umgekehrt. Mit x-default ist festgelegt, was gezeigt wird, wenn keine Sprache passt.

Drei Seitenkarten für Deutsch, Dänisch und Niederländisch, die sich gegenseitig verlinken
hreflang: Jede Sprachfassung verweist auf die anderen.

Übersetzte Titel und Beschreibungen. Seitentitel und Meta-Beschreibung stehen in den Suchergebnissen. Bleiben sie deutsch, hilft die schönste dänische Seite nichts.

Übersetzte Adressen. Aus /preise wird auf Dänisch /priser und auf Niederländisch /prijzen. Das wirkt vertrauter, und das Suchwort steht gleich in der Adresse.

Alt-Texte, Sprachangabe und Sitemap. Bildtexte gehören in jede Sprache, jede Seite meldet über das lang-Attribut, in welcher Sprache sie geschrieben ist, und die Sitemap listet jede Fassung auf, damit Google nichts übersieht.

Canonical auf sich selbst. Jede Sprachfassung zeigt auf die eigene Adresse. Zeigt die dänische Seite auf die deutsche, erklärt sie sich Google gegenüber zur Kopie.

Sprachumschalter als echte Links. Der Umschalter muss ein normaler Link auf die jeweilige Seite sein, kein Skript, das erst beim Klick etwas lädt. Nur so folgt der Googlebot.

Keine automatische Weiterleitung nach Standort. Das klingt praktisch und ist ein Fehler. Der Googlebot crawlt meist aus den USA und würde nie die dänische Fassung sehen. Gäste im Urlaub wollen außerdem manchmal Deutsch, auch wenn ihr Handy in Dänemark eingebucht ist. Die Sprache wird angeboten und nicht aufgezwungen.

Der Googlebot aus den USA wird automatisch auf die englische Seite geleitet, die dänische Seite sieht er nie
Eine Weiterleitung nach Standort versteckt deine Sprachseiten vor Google.

Und dann ist da alles, was man gern vergisst: Formulare samt Fehlermeldungen, Bestätigungsmails, die Buchungsstrecke, der Cookie-Banner und die Rechtstexte. Ein Gast, der auf einer dänischen Seite landet und im Formular plötzlich "Pflichtfeld" liest, merkt sofort, dass es nur halb gemacht ist. Frag auch hier nach, bevor das Projekt startet.

Sechs Kacheln: Formulare und Fehlermeldungen, Bestätigungsmails, Buchungsstrecke, Cookie-Banner, Seitentitel bei Google, Rechtstexte
Übersetzt wird nicht nur der Seitentext.

Für die Agentur ist das ein Umbau am Fundament. Das Redaktionssystem muss jeden Inhalt pro Sprache speichern können, also Haupttext, Titel, Beschreibung, Adresse und Bildtexte. Und bei jeder Änderung auf Deutsch müssen die anderen Sprachen nachgezogen werden, sonst steht in Kopenhagen ein Preis, den es seit zwei Jahren nicht mehr gibt. Frag, wer das übernimmt und wie es im Alltag abläuft, denn du willst für Preisänderungen nicht fünf Mal Bescheid geben.

Der Mittelweg: Übersetzungsdienste mit Proxy

Es gibt Dienste, die zwischen deine Seite und den Besucher geschaltet werden und eigene Sprach-URLs erzeugen. Sie übersetzen automatisch und liefern die Seiten unter Adressen wie deinbetrieb.de/da/ aus. Für die Suche ist das brauchbar, und der Aufwand bleibt für die Agentur klein. Dafür kosten sie laufend Geld, meist nach Wortanzahl, und der Betrieb hängt vom Anbieter ab. Wer kündigt, verliert die Übersetzungen oder muss sie mühsam herausholen. Frag deshalb, ob die Texte bei dir liegen oder beim Dienst, und was monatlich anfällt. Als Einstieg ist das für manche Betriebe vernünftig, über die Jahre rechnet es sich nicht für jeden.

Deine deutsche Website läuft durch einen Übersetzungsdienst mit monatlichen Kosten und Preis pro Wort, heraus kommen drei Sprachseiten
Beim Übersetzungsdienst liegen die Texte beim Anbieter, und du zahlst laufend.

Was eine gute Übersetzung ausmacht

Eine gute Übersetzung liest sich, als hätte jemand die Seite direkt für den Gast geschrieben. Eine schlechte stimmt Wort für Wort und klingt trotzdem seltsam.

Das fängt bei den Suchbegriffen an. Ein dänischer Gast tippt "campingplads" in die Suche, ein niederländischer je nach Wunsch "camping" oder "kamperen". Wer nur wörtlich übersetzt, trifft diese Begriffe oft nicht. Gute Übersetzung fragt zuerst, was Gäste in dem jeweiligen Land wirklich eingeben, und baut die Seite um genau diese Wörter herum.

Dann gibt es Begriffe, die es in anderen Ländern in dieser Form gar nicht gibt. Die "Halbpension" im Hotel braucht in der Zielsprache die Formulierung, die dort für Frühstück und Abendessen üblich ist. Die "Kurtaxe" muss kurz erklärt werden, weil viele Gäste das Prinzip nicht kennen. Auf einer Speisekarte ist die wörtliche Übersetzung eines Gerichts oft das Gegenteil von Appetit, und der "Mittagstisch" ist ein Angebot mit eigener Logik, kein Tisch. Beim "Stellplatz" auf dem Campingplatz meint der Gast je nach Land etwas anderes, und ein "Strandkorb" braucht einen Halbsatz Erklärung, denn in Odense weiß nicht jeder, was gemeint ist.

Tabelle: Mittagstisch, Halbpension und Kurtaxe, jeweils wörtlich falsch übersetzt und richtig mit Kontext
Wörtlich übersetzt wird aus dem Mittagstisch ein Abendessen. Mit Kontext stimmt es.

Dazu kommen die Kleinigkeiten, an denen Gäste merken, ob jemand mitgedacht hat: Datumsformate, Preisangaben, Anreise- und Abreisezeiten. Wer in Deutschland 03.04. schreibt, meint den 3. April, ein Gast aus Großbritannien oder den USA liest dieselbe Zahlenfolge womöglich anders. Im Zweifel steht der Monat ausgeschrieben da.

Außerdem gilt ganz oder gar nicht. Eine halb übersetzte Seite wirkt schlechter als eine rein deutsche, und ein Sprachmix im Buchungsweg verunsichert. Wenn die Beschreibung dänisch ist und der Button "Jetzt buchen" heißt, fragt sich der Gast, ob er im nächsten Schritt noch versteht, was er bestätigt. Begriffe bleiben einheitlich, ein Stellplatz heißt auf jeder Seite gleich. Eigennamen und Ortsnamen bleiben, wie sie sind, Büsum heißt auch auf Niederländisch Büsum.

Darum mit KI übersetzen (und worauf es ankommt)

Unser Ergebnis ist klar: Übersetzt wird mit KI. Der Grund ist der Kontext. Eine KI versteht, worum es geht, und wenn sie den Rahmen kennt, also Betrieb, Gäste, Tonfall und Branche, kann sie heute sehr gut einschätzen, wie man etwas in der jeweiligen Landessprache üblicherweise ausdrückt. Das gilt im Camping genauso wie im Hotel oder im Restaurant. Genau das unterscheidet sie von der wörtlichen Maschinenübersetzung im Widget, die jeden Satz für sich nimmt und nichts über dich weiß. Dazu kostet es einen Bruchteil dessen, was ein Übersetzungsbüro früher für eine ganze Website verlangt hat.

Vier Eingaben (Betrieb, Gäste, Tonfall, feste Begriffe) fließen in eine KI, heraus kommt ein dänischer Text „Frokostmenu hver dag“
Die KI bekommt Wissen über deinen Betrieb und übersetzt damit, wie man es in Dänemark sagt.

Ein schlichtes "übersetze das auf Dänisch" liefert trotzdem nur Durchschnitt. Du musst die KI nicht bedienen, aber du solltest wissen, was eine gute Agentur damit macht und was sie von dir braucht.

Kontext mitgeben. Die Agentur erklärt der KI, welcher Betrieb das ist, wer die Gäste sind und wie die Seite klingen soll. Hier kommst du ins Spiel: Du weißt, ob ein familiengeführter Campingplatz an der Ostsee oder ein Wellnesshotel spricht, wer bei dir wirklich bucht und was Stammgäste an dir schätzen. Dieses Wissen steuerst du bei, im Gespräch, ohne Technik.

Anrede pro Sprache festlegen. Englisch kennt kein Du und Sie, Dänisch duzt fast immer, Niederländisch kennt "je" und "u". Das wird vorher entschieden und durchgehalten. Dein Tonfall gibt die Richtung vor.

Feste Begriffe vereinbaren. Dazu gehört alles, was unübersetzt bleibt: Ortsnamen, Bezeichnungen deiner Zimmer oder Stellplatzbereiche, Markennamen. Auch die Begriffe, die erklärt werden sollen, wie Kurtaxe oder Strandkorb, werden einmal festgelegt. Die Agentur führt die Liste, du sagst, was bei dir wie heißt.

Suchbegriffe vorgeben. Die KI bekommt pro Sprache die Wörter, unter denen du gefunden werden willst, statt wörtlich zu übersetzen.

Alles mitübersetzen. Metadaten, Alt-Texte und Adressen gehören dazu, nicht nur der sichtbare Text.

Zahlen prüfen. Preise, Daten, Uhrzeiten und Telefonnummern werden gegen das deutsche Original abgeglichen. Hier schleichen sich Fehler ein, die teuer werden können, und eine gute Agentur kontrolliert das ausdrücklich.

Formatierung und Platzhalter erhalten. Überschriften, Links und Platzhalter wie {name} in Mails dürfen nicht kaputtgehen.

Die wichtigsten Seiten sollte ein Muttersprachler gegenlesen: Startseite, Preise, Buchung. Das muss kein Profi sein, oft reicht ein Stammgast oder jemand aus deinem Team, und es ist die Stelle, an der sich ein bisschen Aufwand am meisten lohnt. Bei Rechtstexten wie Impressum, Datenschutz und AGB ist ungeprüfte KI keine Lösung, hier zählt jedes Wort.

Außerdem braucht es einen Ablauf. Ist nicht festgelegt, wer bei Änderungen auf Deutsch die anderen Sprachen aktualisiert, veralten die Übersetzungen innerhalb weniger Monate. Am besten ist das im System so angelegt, dass geänderte Texte automatisch als "übersetzen" markiert werden.

Fünf Stationen: Preis auf Deutsch ändern, System markiert übersetzen, KI übersetzt, gegenlesen, alle Sprachen live
Mit einem festen Ablauf bleibt jede Sprache auf dem aktuellen Stand.

Bleibt die Frage nach Google. Google bestraft KI-Übersetzung nicht an sich, solange die Seiten für Menschen gemacht und brauchbar sind. Anders sieht es bei Seiten aus, die massenhaft automatisch erzeugt werden und niemandem nützen. Das ist Googles Haltung zu "scaled content", und sie trifft Betriebe mit einer sorgfältig übersetzten Website nicht.

Wie wir das bei der Kogge machen

Wir bauen für jede Sprache eigene Seiten und übersetzen mit KI, die deinen Betrieb, deine Gäste und deinen Tonfall kennt. Dein Teil ist das Wissen über deine Gäste und ein Blick eines Stammgasts auf die wichtigsten Seiten, den Rest übernehmen wir. Wenn du wissen willst, wie das für deine Website aussehen würde, sprich uns an.

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